Wann wird Tokenisierung wirklich gross? Thomas Eichenberger von Sygnum über Digital Assets, Regulierung und Marktinfrastruktur

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In der neuen Episode von Inside Digital Assets spricht Lidia Kurt mit Thomas Eichenberger, Chief Strategy Officer und stellvertretendem CEO von Sygnum, über die nächste Entwicklungsphase von Digital Assets. Im Fokus stehen Tokenisierung, regulierte Sekundärmärkte, Liquidität und die Frage, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit tokenisierte Wertpapiere und andere digitale Vermögenswerte breiter im Kapitalmarkt ankommen.

Wann wird Tokenisierung wirklich gross?

Tokenisierung gehört seit Jahren zu den meistdiskutierten Themen im digitalen Kapitalmarkt. Trotz Pilotprojekten und wachsender institutioneller Aufmerksamkeit bleibt eine zentrale Frage offen: Wann gelingt der Schritt von einzelnen Anwendungsfällen zur breiteren Marktadoption?

Genau darüber spricht Thomas Eichenberger in der aktuellen Episode von Inside Digital Assets. Das Gespräch macht deutlich, dass die nächste Phase nicht nur von Technologie abhängt, sondern vor allem von Infrastruktur, Liquidität, Regulierung und funktionierenden Marktmodellen.

Sygnum als Brücke zwischen traditioneller Finanzwelt und Digital Assets

Thomas Eichenberger verbindet Erfahrung aus der traditionellen Finanzwelt mit der Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Vor seiner Zeit bei Sygnum war er unter anderem bei BCG, Roland Berger und Credit Suisse tätig. Im Podcast beschreibt er, dass ihn zunächst weniger Krypto oder Blockchain reizten als die Möglichkeit, eine Bank von Grund auf neu aufzubauen.

Heute positioniert sich Sygnum als regulierter Anbieter an der Schnittstelle von klassischem Banking und digitaler Asset-Infrastruktur. Ziel ist es, Digital Assets so in bestehende Strukturen einzubinden, dass sie für Kundinnen und Kunden verständlich und zugänglich werden.

Vom Picasso-Projekt bis zu institutionellen Partnerschaften

Ein zentrales Thema der Episode ist die Frage, wie Tokenisierung greifbar wird. Thomas Eichenberger verweist dabei auf das bekannte Picasso-Projekt von Sygnum. Hier wurde ein Picasso-Gemälde tokenisiert und das wirtschaftliche Eigentum auf mehrere Investoren verteilt.

Solche Beispiele zeigen, wie digitale Eigentumsstrukturen reale Vermögenswerte investierbar, nachvollziehbar und handelbar machen können. Neben dem Picasso-Projekt spricht Eichenberger auch über Kooperationen mit etablierten Partnern wie Hamilton Lane und Fidelity International. Das unterstreicht, dass Tokenisierung zunehmend in regulierten und institutionellen Kontexten relevant wird.

Welche Asset-Klassen profitieren besonders von Tokenisierung?

Langfristig kann Tokenisierung aus Sicht von Thomas Eichenberger für viele Vermögenswerte relevant werden: von Private Markets über tokenisierte Wertpapiere bis hin zu Aktien und Anleihen.

Kurzfristig sieht er vor allem dort Potenzial, wo Marktstrukturen heute noch ineffizient sind oder der Innovationsdruck höher ist. Gerade im Bereich Private Markets könnten tokenisierte Modelle früher Mehrwert schaffen als im stark standardisierten Aktien- oder Bondhandel.

Regulierte Sekundärmärkte sind ein Schlüsselfaktor

Ein zentrales Argument der Episode betrifft die Rolle von regulierten Sekundärmärkten. Tokenisierung wird oft mit höherer Liquidität, besserer Teilbarkeit und effizienteren Prozessen verbunden. Dieses Potenzial kann sich aber nur entfalten, wenn tokenisierte Vermögenswerte nach ihrer Emission auch in einem belastbaren Marktumfeld gehandelt werden können.

Thomas Eichenberger betont, dass genau darin eine entscheidende Voraussetzung für die nächste Entwicklungsphase liegt. Ohne funktionierende Sekundärmärkte bleibt Tokenisierung häufig auf Emission und Erstplatzierung beschränkt. Erst wenn digitale Vermögenswerte in einem regulierten Rahmen gehandelt, übertragen und verkauft werden können, entsteht nachhaltiger Mehrwert.

Damit rückt auch die Rolle von BX Digital in den Fokus. Regulierte Finanzmarktinfrastruktur ist ein wesentlicher Faktor dafür, ob und wie Tokenisierung im Kapitalmarkt skaliert.

Blockchain-Technologie braucht mehr als nur einen Business Case

Ein weiterer Schwerpunkt der Episode ist die Frage, wie Blockchain-Technologie langfristig Mehrwert schaffen kann. Eichenberger beschreibt, dass Sygnum nicht nur Projekte mit Blick auf kurzfristige Profitabilität verfolgt. Es geht auch darum, Finanzmarktinfrastruktur weiterzuentwickeln und neue Technologien dort einzusetzen, wo sie Kunden langfristig Nutzen bringen.

In diesem Zusammenhang spricht er auch über Initiativen wie den Deposit Token. Solche Projekte zeigen, dass die nächste Wachstumsphase digitaler Assets nicht allein durch einzelne Pilotprojekte ausgelöst wird, sondern durch ein reiferes Zusammenspiel von Infrastruktur, Settlement, Verwahrung, Regulierung und Standards.

Die aktuelle Folge von Inside Digital Assets mit Thomas Eichenberger von Sygnum beleuchtet die Zukunft von Tokenisierung, Digital Assets und regulierter Marktinfrastruktur.

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